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Übergänge

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. Geburt . Menstruation . Wechseljahre . Tod .

.  Geburt  .

Yoga für Schwangere

Yoga in der Schwangerschaft zu üben ist vom ersten Tag an möglich und sinnvoll.

Eine Schwangerschaft bedeutet für den gesamten weiblichen Organismus eine gewaltige Veränderung, stellt grosse Anforderungen an Körper, Seele und Geist, und zeigt gleichzeitig sehr deutlich, wie eng diese miteinander verbunden sind.
Alles wird anders, das ganze Leben muss neu geordnet werden, nichts bleibt, wie es war. In dieser Zeit können z.B. Empfindungen stärker wahrgenommen und erlebt werden. Intensive emotionale Schwankungen können uns begegnen - manchmal erkennen wir uns selbst nicht mehr. Auch die sinnliche Wahrnehmung verändert, verfeinert sich häufig - anders riechen, anders schmecken ... und vieles mehr.

Die Zeit der Schwangerschaft kann eine Zeit des Innehaltens werden, sich auf sich, den eigenen Körper und das werdende Leben konzentrieren, ein Nest bauen für das heranwachsende Menschenkind. Langsamer werden - aufmerksamer sein.

Yoga, mit seinen achtsamen Körper-, Atem- und Entspannungsübungen, kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein. Yoga bedeutet dabei sich verbinden - sich verbinden mit dem Innen, aber auch mit dem Göttlichen. "Ha" ist die Sonne, das männliche Prinzip, "tha" steht für den Mond oder das weibliche Prinzip - die Gegensätze in Einklang miteinander bringen - das Ergebnis daraus wächst gerade heran ...

Die Körperübungen wirken dehnend, kräftigend, lockernd oder einfach nur wohltuend. Organe werden massiert, und dadurch wird ihre verstärkte Durchblutung angeregt. Aber auch die Wirbelsäule, die Bänder und Sehnen, die besonders gegen Ende der Schwangerschaft immer stärker beansprucht werden, werden durch die Übungen gedehnt und entlastet. Viele bekannte "Schwangerschaftsleiden" können durch Yoga gemildert werden; z.B. können wir den typischen Rückenbeschwerden (wenn der Bauch immer stärker nach vorne zieht) schon vorbeugend begegnen.

Dem Atem schenken wir im Yoga viel Aufmerksamkeit. Tiefer Atem versorgt Mutter und Kind, auch mit Lebenskraft und Lebensenergie (die meisten Erwachsenen schöpfen weniger als ein Drittel ihrer Atemkapazität aus).

Tiefe Ausatmung reinigt den Körper, schafft Raum für tiefes Einatmen, womit wir viel Sauerstoff aufnehmen, den unsere Zellen benötigen. In der Schwangerschaft kommt dem eine ganz zentrale Bedeutung zu, da zusätzlich zum Organismus der Mutter, auch das heranwachsende Leben des Embryos mitversorgt werden muss. Sein Wachsen und Gedeihen steht in direktem Zusammenhang mit der Qualität des mütterlichen Blutes!

Also lernen wir im "Yoga für Schwangere", die Aufmerksamkeit auf den Atem zu richten, zu beobachten: "Wie atme ich denn überhaupt?" und dann: die Einatmung zu vertiefen, den Ausatem zu intensivieren.

Ausserdem üben wir auch einfache, kreisende Bewegungen für das Becken, ähnlich denen beim Bauchtanz, der ja im vorderen Orient auch eine ganz wichtige Funktion als Geburtsvorbereitung hatte.
Dies beinhaltet auch die Beschäftigung mit der Beckenbodenmuskulatur, deren Aufgabe es ja ist, die Leibesfrucht zu halten und dann aber, während der Geburt, muss sie in der Lage sein, nachzugeben, sich zu weiten, damit das Kind den Weg in die Welt finden kann.

Yoga in der Schwangerschaft hilft, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. Es kann vor allem auch geübt werden, sich in Spannungen hinein zu entspannen, was für den Geburtsvorgang und das Erleben der Wehen von grossem Nutzen sein kann. Die "normale" Reaktion auf den Schmerz ist die Anspannung, was im Geburtsvorgang das Voranschreiten der Geburt aber eher behindert. Durch diese einfachen Übungen kann daher auch ein Durchbrechen des Spannungs - Schmerz - Kreislaufes möglich werden.

Yoga für Schwangere, ab Mitte September, jeden Freitag ab 19.30 Uhr in der Hebammenpraxis "Gaia" in Taufkirchen.

Infos bei Renate Kassner unter 08082 - 949447.


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.  Menstruation  .

Moonteachings - zum ersten Mal vor 12 Jahren, bei einem Zusammenkommen der Sternenkinder (die Cherokee sind nach D. Ywahoo Nachkommen von Starchild, die vom Himmel auf die Erde fiel und die Urmutter ist). Mit neuen Frauen zogen wir an einem Vollmondabend hinaus in den Wald - mit dabei hatten wir einen Eimer mit gesammeltem Menstruationsblut, welches wir der Mutter Erde mit unserem Dank zurückgaben.

Es war befremdlich und dennoch irgendwie wohltuend vertraut. Bis dahin hatte ich für mein Monatsblut keine besondere Aufmerksamkeit, empfand es wie viele andere Frauen auch eher als etwas lästig jeden Monat diese Blutung, die immer irgendwie ungelegen kam.

Der Zusammenhang zwischen Mond und Blut war mir bis dahin nicht deutlich, faszinierte mich jedoch sofort. Als besonders wohltuend empfand ich die Aussage: "I`m on my moon" - diese Aussage hat einiges in meinem Leben verändert und erst einmal viele Fragen aufgeworfen:

mondplatz
. Warum haben die Frauen, die mit meiner Erziehung betraut waren mir diese Zusammenhänge nicht schon als kleines Mädchen erläutert?
. Warum ist dieses elementare Wissen um Zusammenhänge von Mond und Menstruation verschwunden?
. Warum durften wir Menstruation nicht als Quelle von Kraft und Macht erleben?
Fragen über Fragen.
. Was bedeutet es für mich, für Frau einen so wertschätzenden Ausdruck für ein Ereignis zu benutzen welches häufig nur als lästiges Übel angesehen wird?

Für mich war es sehr wohltuend - Balsam für die Seele.
"I'm on my moon" - ich bin im Rhythmus mit der Mondin, der Muttergöttinn - la luna - ihre Tage sind auch meine Tage - anschwellen, dick und fett und kugelrund werden - das pralle Leben - die Gebärmutterschleimhaut intensiv durchblutet in Erwartung des befruchteten Eies - dann nistet es sich doch nicht ein - schade - Rückzug und Trauer - Ende und Neubeginn in einem.

Fruchtbar sein - Leben schenken und nehmen können - gebären und töten - alles in einem - waren schon immer die Fähigkeiten der Frauen.

Wir erfuhren von den Kraftplätzen der Frauen, von Moonlodges, Menstruationshütten und der magischen Kraft des Menstruationsblutes. Es hiess nicht:" ... wenn Du blutest bist Du unrein..." wie ich es vom Yoga her kannte, sondern es besagte: "... Du hast eine besondere, transformierende (= verändernde) Kraft, welche Du für Deinen Clan, Deine Familie, Dich selber benutzen kannst. Spür die Kraft!"

Wir erlebten auch, wie es sich anfühlen kann, als blutende Frau (moon-mama) versorgt zu werden und in Zeremonien einen besonderen Platz einzunehmen, wertgeschätzt zu werden für dieses göttliche Geschenk der Fruchtbarkeit. Aufgefordert zu sein, sich aus dem Alltäglichen zurückzuziehen und mehr auf Träume und Visionen zu achten war erst einmal befremdlich für uns, die wir so an das Tun und Machen gewöhnt sind - fremd und doch sehr wohltuend. Endlich einmal sich zurücklehnen können, andere Prioritäten setzen.


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.  Wechseljahre  .

Luna-Yoga und die Wechseljahre

Das Alt-Werden in unserer Gesellschaft ist zu einer grossen Herausforderung geworden, schnell gehören wir zum "Alten Eisen". Zum Nachdenken regen da Betrachtungsweisen anderer Kulturen an: bei den Cherokee-Indianern z.B. werden die Alten wegen ihrer Lebenserfahrung und Weisheit geehrt, erfahren eine Aufwertung in gesellschaftlichen Zusammenhängen. Das eigentliche Erwachsen-werden findet erst Ende 40 / Anfang 50 (7x7) statt.
Die Art und Weise wie ich mir selbst und der Welt gegenübertrete verändert sich in diesem Alter noch einmal ganz entscheidend; wenn die körperlichen Fähigkeit des Gebärens sich beendet, wächst die geistige Fähigkeit des Gebärens.
Luna-Yoga, mit seinen sanften Spür-Übungen und den kraftvollen Übungen für die Kraft des Beckens, kann in dieser Zeit des Wechselns eine wunderbare Begleitung sein.
Wir werden an diesem Tag verschiedene Aspekte des Älter- und Weiser-Werdens betrachten.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Schreibzeug, Decke, warme Socken, etwas Nahrhaftes für ein gemeinsames Mittagessen.

Ich werde alt - na und? Wenn ich ein altes Weib bin, trage ich Lila
und einen roten Hut, der aus der Mode ist und mir nicht steht.
Mein Geld verjuble ich für Schnaps und Spitzenhandschuhe
und Satinsandalen - für Butter rück ich keinen Heller raus.
Ich werde mich aufs Pflaster setzen, wenn ich müde bin
und in den Läden von der Ware naschen und Alarmknöpfe drücken
und mit dem Stock an Eisengittern entlangfahren
und mich für brave Jugendjahre schadlos halten
und bei Regen in Schlappen auf die Strasse gehen
und Blumen pflücken in anderer Leute Gärten
und lernen wie man spuckt ...
Doch ob ich nicht schon jetzt ein bisschen übe?
Damit, wer mich nicht kennt, nicht ausser sich gerät, wenn ich plötzlich alt bin und lila Kleider trage.

Verfasserin unbekannt


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.  Tod  .

Betrachten wir das Leben als die Reise zwischen Geburt und Tod.

Die Frage nach dem woher wird von vielen Glaubensrichtungen behandelt, und auf vielfältigste Weise versucht zu beantworten.
Wenn wir von einer unsterblichen Seele ausgehen, so kann diese nicht aus dem Nichts entstehen, sondern es muss einen Ort, einen Raum geben, in welchem sie sich zwischen den Leben, den einzelnen Inkarnationen, aufhält. Die Buddhisten nennen dies Bardo - den Raum zwischen den Inkarnationen. Bei den grossen christlichen Religionen kennen wir einen solchen Raum nicht (mehr?), da bei ihnen die Wiedergeburt nicht anerkannt wird. Nach einem gewissen Verweilen in dieser "Zwischenwelt", sucht sich die Seele einen Ort / den Rahmen und die Umstände für ihre nächste Inkarnation aus, um sich dann wieder auf das Abenteuer Leben einzulassen.
Wichtig ist dabei für die werdenden Eltern, sich darüber im Klaren zu sein, dass die Seele schon kontaktbereit ist, lange bevor die Befruchtung im physischen Körper stattgefunden hat - wir sind in der Hauptsache ein wandelndes Energiefeld. Das nehmen wir mal mehr, mal weniger wahr - alle Schöpfung ist Energie.
Bäume, Sträucher, Tisch und Stuhl sind feste Materie, also ganz langsam schwingende Energiemuster - auch unsere Gedanken sind Energie, eben schnell schwingende Energiemuster - und die Seele, schwingt wahrscheinlich noch viel schneller.
Alle Wesen aus anderen Bereichen, mögen wir sie Geister, Geistwesen, Engel oder Dämonen nennen, haben ihre eigenen Schwingungsmuster.
Geburt und Tod sind letztendlich die beiden entgegengesetzten Pole unserer Existenz
  • Geburt: ein Übergang aus dem Ungeoffenbarten in diese Realität
  • Tod: der andere Übergang, aus dieser Realität zurück ins Ungeoffenbarte, von vielen Menschen in meinen Kursen auch als heimgehen bezeichnet.
Die äusseren Umstände aber, welche diese Übergänge begleiten, können ganz unterschiedlich erlebt und wahrgenommen werden, von wunderschön bis schmerzhaft. Wobei es uns meistens leichter fällt, die Geburt anzunehmen; da bekommen wir etwas, werden wir beschenkt mit neuem Leben. Sie ist von Freude begleitet.
Im Todesfall müssen wir etwas geben - das ist meistens nicht so einfach. Es entstehen Lücken. Oft ist der Tod von Trauer begleitet.
Wie kann "Mensch" diese Übergänge gestalten, dass sie sich gut und richtig anfühlen? Der erste Schritt ist sicherlich gedanklicher Art: sich bewusst machen, was es bedeutet.
Ich bekomme ein Kind - aber es ist nicht mein Eigentum:
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie Euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht Eure Gedanken. Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber Nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, Das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal In euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein; Aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern. Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als Lebende Pfeile ausgeschickt werden. Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen. Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein. Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, So liebt Er auch den Bogen, der fest ist."

Aus "Der Prophet" von Khalil Gibran:
Ich verliere einen Menschen - es stirbt aber nur die körperliche Hülle:
"Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin hier nicht, ich schlafe nicht.
Ich bin die tausend Winde,
das Diamantglitzern auf dem Schnee.
Ich bin der Sonnenschein auf reifem Korn
ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn ihr aufwacht in der Morgenstille,
bin ich der schnelle Flügelschlag
stiller Vögel in kreisendem Flug.
Ich bin der Stern, sein mildes Licht der Nacht.
Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin hier nicht ....."

aus "Mut und Gnade" von Ken Wilber

. weiterführende Literatur